Unsere Kraft liegt nicht irgendwo im Außen.
Sie ist nicht in Leistung, Erfolg, Bestätigung oder Muskelkraft zu finden.
Sie liegt in uns: tief und uralt.
Und doch vergessen wir sie oft.
Wir überarbeiten uns, verlieren die Verbindung, fühlen uns erschöpft, leer, kraftlos.
Manchmal ist unser Herz schwer, unsere Gedanken müde, unser Körper angespannt und wir spüren: Ein Teil von uns ist abgeschnitten von dem, was uns wirklich trägt. Alle Kraftquellen können blockiert oder teilweise abgeschnitten sein. Das ist völlig normal, gerade in Zeiten von Stress, Trauma, emotionaler Überlastung oder Lebenskrisen. Es bedeutet nicht, dass wir „schwach“ sind – es zeigt nur, dass wir die Verbindung zu diesen Quellen gerade nicht spüren oder sie nicht frei fließen.
Wir haben drei Urkräfte, drei Quellen, die uns jederzeit wieder nähren, stärken und erinnern können, wenn wir uns ihnen öffnen.
1. Die Ahnenkraft – die Kraft unserer Wurzeln
Sie fließt durch unser Blut, durch unsere Knochen, durch jede Zelle unseres Körpers. Alles, was unsere Vorfahren erlebt, getragen, überwunden und geheilt haben, wirkt in uns weiter.
Ahnenkraft schenkt:
-
Standfestigkeit
-
innere Stärke
-
Zugehörigkeit
-
das tiefe Gefühl: „Ich bin nicht allein.“
Wenn wir uns mit ihr verbinden, spüren wir die Linie des Lebens hinter uns: eine unsichtbare Hand, die uns hält, selbst in den dunkelsten Momenten. Wir stehen auf den Schultern von Generationen. Wir tragen ihr Licht weiter. Sie ist die Kraft, die hinter uns steht und uns den Rücken stärkt.
Wenn sie blockiert ist fühlen wir uns orientierungslos, einsam oder ohne Halt. Alte Familienkonflikte, sich wiederholende Muster oder ungelöste Verletzungen können den Zugang versperren.
Wie wir sie lösen:
-
Ahnenrituale, Meditationen oder innere Reisen zur Linie unserer Vorfahren
-
Schreiben, Dankbarkeit ausdrücken, Briefe an verstorbene Vorfahren
-
Rituale der Vergebung, um alte Verletzungen loszulassen
-
Einfach bewusst fühlen: Wurzeln spüren, die uns halten
2. Die Naturkraft – die Kraft aus Mutter Erde
Die Naturkraft ist lebendig. Sie pulsiert durch Boden, Pflanzen, Wasser, Feuer, Wind – durch alles, was lebt. Sie ist still, aber mächtig. Sie trägt uns, selbst wenn wir uns verloren fühlen. Mutter Erde schenkt uns alles, was wir zum Leben brauchen: Luft, Nahrung, Materialien, Kräuter, Heilpflanzen, Rhythmus, aber auch Erdung und Stabilität, Heilung und Regeneration, Sicherheit und Vertrauen und die Rückkehr in den Körper, ins Hier und Jetzt.
Wenn wir uns ihr hingeben, spüren wir den Atem der Erde in unseren Lungen. Wir atmen den Rhythmus des Lebens ein, leben den natürlich Zyklus unseres Körpers, spüren die Kraft der vier Elemente.
Unsere Seele erinnert sich: Wir sind Teil eines lebendigen Ganzen. Wir sind gehalten. Immer.
Wenn sie blockiert ist fühlen wir uns unruhig, innerlich angespannt, „nicht im Körper“ oder haben Schwierigkeiten, unseren Körper zu lieben und fühlen uns darin unwohl. Fehlender Kontakt zur Natur oder dauerhafter Stress unterbricht das Fließen.
Wie wir sie lösen:
-
Barfußgehen, Hände auf Erde, Wasser oder Steine legen
-
Natur bewusst spüren: Bäume umarmen, Wind auf der Haut, Wasser berühren
-
Atemübungen, Bewegung, Yoga, Tanz
-
Naturrituale: Erde, Wasser, Pflanzen bewusst für Heilung nutzen
3. Die Kraft aus der Urquelle – der Ursprung allen Seins
Dies ist die Quelle, aus der alles entsteht. Sie ist jenseits von Zeit, jenseits von Geschichten, still und allgegenwärtig. Aus ihr entspringen unsere Seelenkraft, unsere Lebensenergie, unsere Fähigkeit zu lieben und uns verbunden zu fühlen. Sie ist die Quelle, aus der wir alle stammen und zu der wir alle eines Tages zurückkehren dürfen. Die Urquelle schenkt uns Leichtigkeit im Herzen, Klarheit im Geist und Liebe in der Seele. Wenn wir uns ihr öffnen, spüren wir:
Wir sind mehr als Rollen, mehr als Erwartungen, mehr als alte Muster.
Wir sind reines Sein.
Wir sind Ausdruck des Ursprungs.
Wir sind Liebe, wir sind Licht.
Wenn sie blockiert ist fühlen wir uns leer, getrennt, uninspiriert, ohne Herzöffnung oder Lebensfreude. Alte Muster, Selbstzweifel oder innere Isolation verhindern die Verbindung.
Wie wir sie lösen:
-
Meditation, Stille und Atemarbeit
-
Visualisierung eines Lichtflusses aus der Urquelle in uns
-
Rituale oder Gebete, um uns bewusst mit dem Ursprung allen Seins zu verbinden
-
Selbstliebe und Annahme: „Ich bin Licht, Ich bin Sein, Ich bin verbunden.“
-
Verbindung üben: Natur, Menschen, Tiere, Kosmos als Kanäle nutzen
Rückverbindung statt Suche
Ahnenkraft – unsere Wurzeln.
Mutter-Erde-Kraft – unsere Verkörperung und unsere Verbindung.
Urquelle – unser Ursprung.
Diese Kräfte sind nicht fern. Sie sind lebendig, direkt in uns.
Heilung geschieht nicht durch „mehr Tun“, sondern durch Rückverbindung.
Durch das Erinnern, durch das Spüren, durch das Öffnen unseres Herzens.
Kräfte unser
Ahnenkraft, die uns hält,
gestärkt sei die Linie, die uns trägt.
Lass uns Wurzeln spüren, die tief reichen,
uns Kraft, Mut und Zugehörigkeit schenken.
Mutter Erde, unsere lebendige Kraft,
dein Reich in unserem Atem, dein Rhythmus geschehe.
Lass uns geerdet sein, Heilung empfangen
und vertrauen in deinen Fluss, der alles trägt.
Urquelle, Ursprung allen Seins,
dein Licht leuchte in uns, dein Wille geschehe.
Fülle unsere Seelen mit Lebensenergie, Liebe und Verbundenheit.
Lass uns klar sehen, wer wir sind, jenseits von Rollen und alten Mustern.
Gib uns heute, was wir brauchen,
Stärke für unseren Körper, Ruhe für unseren Geist,
Liebe für unser Herz und Mut für unsere Wege.
Lass los, was uns blockiert,
alle Angst, alle Zweifel, alles, was unsere Verbindung trennt.
Führe uns zurück zu den Quellen, die uns nähren und heilen.
Denn aus Ahnenkraft, Naturkraft und Urquelle
wächst unser Leben, fließt unsere Kraft,
ist unser Herz verbunden und unsere Seele frei.
So sei es.
Kommentar hinzufügen
Kommentare